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Arbeitsrecht

Fristlose Kündigung wegen Feuerwerk in Dixiklo

Wenn ein Arbeitskollege mittels eines Feuerwerkskörpers verletzt wird, droht die fristlose Kündigung unabhängig davon, ob die Verletzung nicht vorsätzlich geschah, sondern nur aufgrund eines misslungenen Scherzes.

Der Fall:

Ein Mitarbeiter eines Gerüstbauunternehmens, hatte einen Feuerwerkskörper in einem Dixiklo explodieren lassen, während dessen sich ein anderer Kollege auf der Toilette befand. Der Scherz misslang, der Kollege erlitt Verbrennungen, aufgrund welcher dieser für drei Wochen arbeitsunfähig war.

Obwohl der Mitarbeiter nach eigenen Angaben Verletzungen nicht beabsichtigte, kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis fristlos, trotz der 15-jährigen Betriebszugehörigkeit.



Die Entscheidung:

Das Arbeitsgericht (ArbG) Krefeld sah die fristlose außerordentliche Kündigung als wirksam an.  Angesichts der Schwere der Pflichtverletzung war eine vorherige Abmahnung entbehrlich .

Nach Aufassung des Gerichts kam es für die Beurteilung des Falles nicht darauf an, ob die Verletzungen beabsichtigt waren oder nicht. In jedem Fall läge ein tätlicher Angriff auf einen Kollegen vor. Der Gerüstbauer hätte über die möglichen Konsequenzen seines potenziell gefährdenden Verhaltens wissen müssen, insbesondere habe der Kollege in der kleinen Toilettenkabine keinerlei Reaktions- und Fluchtmöglichkeit gehabt.

Quelle:

ArbG Krefeld, Urteil vom 30.11.2012
Aktenzeichen: 2 Ca 2010/12
PM des ArbG Krefeld vom 02.01.2013